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EBA/RTS/2016/03: Final draft RTS on assessment methodology for IRB approach

21.07.2016

Am 21.07.2016 hat die EBA den finalen Technischen Standard EBA/RTS/2016/03 zur Methodik für die Beurteilung auf internen Ratings basierender Ansätze (IRB-Ansätze) veröffentlicht. Mit diesem Standard wird das seit längerem erwartete Update des Konsultationspapieres EBA/CP/2014/36 vorgelegt.

Das Papier ist maßgebliche Grundlage für alle künftigen Prüfungen von IRB-Modellen durch die Aufsicht und erstreckt sich damit auf folgende Fälle:

  • Erstmalige Zulassung eines Instituts zum IRBA
  • Zulassung weiterer Portfolien durch IRB-Institute
  • Modelländerungen
  • Laufende Aufsicht

Der Aufbau des Dokuments in 14 Kapiteln bleibt unverändert. Gegenüber dem Konsultationspapier ergeben sich inhaltlich nach erster Durchsicht ebenfalls keine wesentlichen Änderungen. Zur besseren Berücksichtigung der Proportionalität wurden verschiedene Anpassungen hinsichtlich der Relevanz der Anforderungen vorgenommen.

Änderungen im Standard aufgrund von Konsultationsanmerkungen der Marktteilnehmer sind im Anhang des Dokuments tabellarisch dargestellt.

Wesentliche, die CRR ergänzende, Aspekte bleiben damit erhalten, u.a. die folgenden:

  • Einführung einer Beobachtungsperiode vor Rückkehr ausgefallener Positionen in den Lebend-Zustand basierend auf institutsinternen Ausfallerfahrungen
  • Behandlung von Mehrfachausfällen
  • Einführung eines Rating-Registers, das alle aktuell eingesetzten Ratingsysteme und alle älteren Versionen der letzten 3 Jahre aufführen muss und regelmäßig zu aktualisieren ist. U.a. dient dieses Register der Überprüfung des Erfahrungstests nach Artikel 145 CRR
  • Schärfung der Anforderungen an das sog. Re-Rating. Für Ratings, die älter als 12 Monate sind, sind konservative Anpassungen der RWA proportional zum Zeitraum der Überalterung vorzunehmen.

Fazit: Im finalen RTS sind auf den ersten Blick wichtige Klarstellungen erfolgt. In den Antworten auf die Konsultationsbeiträge kommt die Sichtweise der Aufsicht zu einzelnen Punkten klar zum Ausdruck – insbesondere die Auslegung der Proportionalität betreffend. Ein detailliertes Auseinandersetzen mit diesem Papier ist nicht nur für IRBA Banken zu empfehlen, da sich Themen wie etwa Ausfall oder Anforderungen an Modelle auch in den neuen MaRisk indirekt wiederfinden.

  • Basel III
  • Eigenkapital
  • IRBA
  • Säule 1

Ihr Ansprechpartner

Georg Müller, Senior Manager

Georg Müller
Senior Manager

+49 (0)170 9109321
Georg.Mueller@plenum.de

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