Detail

BCBS d319: Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch

08.06.2015

Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und zur Vermeidung von Kapitalarbitrage zwischen Handels- und Bankbuch sowie zwischen Portfolien des Bankbuchs mit unterschiedlicher Behandlung in der Rechnungslegung legt der Baseler Ausschuss ein Papier zur Neugestaltung der regulatorischen Behandlung des Zinsänderungsrisikos im Anlagebuch (IRRBB) vor. Zur Konsultation stehen zwei Varianten, ein standardisierter Säule 1-Ansatz mit Festlegung von Mindesteigenkapitalanforderungen und ein erweiterter / verbesserter Säule 2-Ansatz, der auch Elemente der Offenlegung bzw. Marktdisziplin (Säule 3) beinhaltet.

Mit dem Säule 1-Ansatz soll eine größere Konsistenz, Transparenz und Vergleichbarkeit erreicht (vergleiche dazu auch das 2013 vom Baseler Ausschuss veröffentlichte Diskussionspapier BCBS 258 zu Risikosensitivität, Einfachheit und Vergleichbarkeit) und das Marktvertrauen in die Kapitaladäquanz sowie die internationale Wettbewerbsgerechtigkeit ( level playing field) gestärkt werden. Für den Säule 2-Ansatz spricht aus Sicht des BCBS eine bessere Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche  Märkte und Risikomanagementmethoden in den einzelnen Ländern.

Die geforderte Kalkulation im Rahmen eines standardisierten Frameworks – eingebettet in einen Säule 2 Ansatz – stellt einen neuen hybriden regulatorischen Ansatz dar.

Quelle: http://www.bis.org/bcbs/publ/d319.pdf

  • Eigenkapital
  • IRRBB
  • Säule 2
  • Zinsänderungsrisiko

Ihr Ansprechpartner

Georg Müller, Senior Manager

Georg Müller
Senior Manager

+49 (0)170 9109321
Georg.Mueller@plenum.de

Newsletter
abonnieren