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18. plenum Privatbankenforum – Privatbanken in der Digitalen Transformation

15.11.2018

Das 18. plenum Privatbankenforum stand ganz im Zeichen der Digitalisierung.

In den eleganten Räumlichkeiten des Bankhauses Julius Bär in Frankfurt konnten die Teilnehmer die herzliche, schweizerische Gastfreundschaft genießen und vertrauensvoll über die anstehenden Herausforderungen der Digitalen Transformation diskutieren.

Die Wertschöpfungsketten der Finanzindustrie brechen zunehmend auf: neue, teilweise branchenfremde Wettbewerber drängen auf den Markt, das Kundenverhalten verändert sich. Die speziell auf die vertrauensvolle Kundenbeziehung ausgerichteten Geschäftsmodelle der Privatbanken sind daher im besonderen Maße von den Veränderungen der Digitalisierung betroffen. Moderne Technologien und Services können helfen, für die zukünftigen Geschäftsmodelle erforderliche Fähigkeiten vereinfacht zu integrieren und eigene, zumeist größenbedingte Limitationen schneller zu überwinden oder auch bestehende Fähigkeiten schneller skalieren.

Welches Potential die Zusammenarbeit mit jungen technologie- und serviceorientierten Unternehmen birgt, verdeutlichte der Einblick in die dynamische Frankfurter Startup Szene durch Herrn Dr. Sebastian Schneider, Geschäftsführer TechQuartier, Frankfurt. Eine offene Unternehmenskultur vorausgesetzt, können Kooperationsmodelle zwischen FinTechs und etablierten Banken schnell neue Dynamik in den etablierten Strukturen entfachen und so einen echten Wettbewerbsvorteil generieren.

Ohne eine hinreichend offene technische Infrastruktur sind der Dynamik allerdings klare Grenzen gesetzt. Herr Michael Jaeggi, IT Stratege der Börse Stuttgart, verdeutlichte mit seinem Erfahrungsbericht aus der Perspektive des „Technologieunternehmens“ Börse Stuttgart, dass dynamische Digitalisierungsprozesse eine substantielle technische und organisatorische Basisinfrastruktur benötigen, um den Skalierungs- und Stabilitätsanforderungen vernetzter Wertschöpfungsketten zu genügen.

Die Infrastruktur besteht jedoch nicht nur aus Bit und Byte. Auch die Räumlichkeiten müssen den Anforderungen der zukünftigen Zusammenarbeitsmuster entsprechen. Dass diese Veränderungen nicht nur mit Investitionen verknüpft sind, sondern auch effektiv zur Erhöhung der Kosteneffizienz beitragen, konnte Frau Gabriele Dietz mit Ihren Ausführungen zum „Modern Working Space“ aufzeigen und wertvolle Anregungen geben.

Professor Stieglitz, Präsident der Frankfurt School of Finance, lenkte den Fokus der Veranstaltung mit seinen Ausführungen in Richtung Strategie- und Organisationsentwicklung in der Digitalen Transformation. Etablierte Steuerungs- und Entscheidungsparadigmen müssen demnach im dynamischen Wettbewerb zunehmend durch explorative Elemente ersetzt werden. Es waren sich im Grundsatz alle Teilnehmer einig, dass Veränderungsmotivation Bestandteil der Unternehmenskultur sein muss.

Ein gutes Beispiel für funktionierende Kooperationen mit jungen Technologieunternehmen konnte Christian Bartz, Geschäftsführer der Elinvar Gmbh präsentieren. Als lizensierter Finanzportfolioverwalter bietet die Elinvar Plattform für Vermögensverwalter einen durchgängigen Service, der sich nahtlos in das Ökosystem der Bank inklusive der Aufsicht einfügt.

Als Fazit eines intensiven Nachmittags lässt sich festhalten, dass zur Bewältigung der Digitalen Transformation neben einer flexiblen Organisation und einer adaptiven IT-Architektur eine offene Unternehmenskultur und der Mut zur Veränderung wesentliche Voraussetzungen sind.

Wir freuen uns sehr über die gelungene Veranstaltung und danken dem Gastgeber, allen Referenten und Teilnehmern.

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Ulf Wohlers, Vorstand

Ulf Wohlers
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Ulf.Wohlers@plenum.de

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