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17. plenum Privatbankenforum – Round Table für Privatbanken

17.04.2018

Am 17. April 2018 fand das bereits 17. plenum Privatbankenforum statt. Das Bankhaus Berenberg in Hamburg gab dem Round Table mit den verantwortlichen Vertretern (COO, CIO, CRO) von über 15 führenden Privatbanken einen wunderschönen Rahmen zum vertrauensvollen Austausch.

Im Zentrum der Gespräche standen einmal mehr die grundlegenden Herausforderungen der Privatbankhäuser im Spannungsfeld von Regulatorik, Digitalisierung und zunehmendem Wettbewerb. In seiner Keynote zeigte Herr Christian Kühn (Leiter Banksteuerung / Mitglied der erweiterten Geschäftsführung, Berenberg) die strukturellen Zusammenhänge und wesentlichen Stellschrauben auf, die den Banken zur Verfügung stehen.

Als Ankerpunkte der weiteren Diskussion dienten Referentenbeiträge mit den Schwerpunkten Agile Organisation, Non-Financial Risk und Tax Compliance.

In der Runde wurde schnell klar, dass es kein Patentrezept für die teilnehmenden Bankhäuser gibt. Die Flexibilisierung der Organisation und IT-Architektur jedoch eine generelle Voraussetzung für jedes Zukunftskonzept darstellt. Hier hat das Bankhaus Berenberg im Rahmen einer aktiven Neuausrichtung der IT-Organisation bereits viel erreicht, wie Herr Mirco Diehl (CIO / Bereichsleiter IT, Berenberg) mit seinen Ausführungen deutlich machte.

„Non-Financial Risk“ ist das nächste große Thema auf der Agenda der Aufsicht. Wichtig erscheint hier ein ausgewogener, ganzheitlicher Ansatz, der nicht nur die Operativen Risiken der IT, sondern eben auch Reputations- und Compliance-Risiken sowie diverse weitere Risikofaktoren konsistent in ein Gesamtrisikosteuerungskonzept integriert. In diesem Zusammenhang stellte Thomas Schmidt (Partner, plenum AG) ein strukturiertes Vorgehensmodell zum Aufbau eines Risikosteuerungsmodells dar und unterlegte dieses mit diversen Marktbeispielen.

Wesentlicher Bestandteil der „Non-Financial Risks“ sind nicht zuletzt Tax Compliance Risiken, welche in den beratungsintensiven Geschäftsmodellen des gehobenen Privatbanking eine brisante Rolle spielen. Die Herren Michael Kühn (Rechtsanwalt, Kanzlei Kühn Rechtsanwälte) und Prof. Dr. habil. Günther Strunk (Partner / Steuerberater, BWLS Strunk Stoffersen Partnerschaft mbB) halfen mit diversen Praxisbeispielen dabei ein Gespür für die wesentlichen Risiken zu bekommen und machten deutlich, dass der Aufbau strukturierter Risikosteuerungsverfahren ein wesentlicher Stellhebel zur Risikoreduktion, nicht zuletzt für die Bankgeschäftsführer darstellt.

Mit einer inspirierenden Key-Note durch Herrn Claus-Günther Budelmann (Berenberg) fand die Veranstaltung mit einem sehr gelungenen Abschluss-Dinner, im noblen Hamburger Anglo-German Club, mit anregenden Gesprächen seinen Ausklang.

plenum dankt allen Teilnehmern.

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