Optimierung des AMS eines Netzbetreibers

Etablierung eines an ISO 55001-orientierten Asset Management Systems

Aufgabe

Das bestehende Asset-Management-System eines Gasfernleitungsnetzbetreibers (FNB) sollte vor dem Hintergrund steigender regulatorischer Anforderungen sowie wachsender Anforderungen an Transparenz, Wirtschaftlichkeit und Nachvollziehbarkeit systematisch überprüft, weiterentwickelt und gezielt an die Prinzipien der ISO 55001 angenähert werden.

Ziel war es, nicht nur den Reifegrad des bestehenden Systems zu bewerten, sondern ein belastbares Asset-Management-System zu etablieren, das die Steuerung von Assets über deren gesamten Lebenszyklus hinweg unterstützt, relevante interne und externe Anforderungen berücksichtigt und eine konsistente Entscheidungsfindung ermöglicht. 

Im Fokus stand dabei die Identifikation von Schwachstellen entlang zentraler Elemente wie Organisationskontext, Stakeholder-Anforderungen, Asset-Strukturen sowie risikoorientierter Steuerungs- und Entscheidungslogiken sowie die Ableitung und Umsetzung konkreter Maßnahmen zur nachhaltigen Professionalisierung des Asset Managements.

Auf Basis einer strukturierten Analyse des bestehenden Asset-Management-Systems wurde eine pragmatische Gap-Analyse entlang zentraler Anforderungen der ISO 55001 durchgeführt, wobei bewusst der Fokus auf die für das Unternehmen relevanten Elemente gelegt wurde.

Im Rahmen der Analyse wurden der organisatorische Kontext, interne und externe Anforderungen, relevante Stakeholder, bestehende Prozesse sowie die vorhandenen Asset-Strukturen systematisch erhoben und bewertet. Darauf aufbauend erfolgte die Identifikation wesentlicher Handlungsfelder zur Weiterentwicklung des Systems.

In einem nächsten Schritt wurden konkrete Maßnahmen zur Schließung identifizierter Lücken konzipiert und umgesetzt. Hierzu gehörten insbesondere die Weiterentwicklung von Bewertungslogiken für Assets, die Einführung strukturierter Methoden zur Priorisierung und Entscheidungsunterstützung sowie die Schärfung von Rollen, Verantwortlichkeiten und Prozessen im Asset Management.

Ergänzend wurden zentrale Elemente eines modernen Asset Managements, wie risikoorientierte und wertbasierte Steuerungsansätze, Asset-Lebenszyklusbetrachtungen sowie Monitoring-, Bewertungs- und kontinuierliche Verbesserungsmechanismen in die bestehende Organisation integriert und operativ verankert.

Durch das Projekt wurde Transparenz über den Reifegrad des Asset-Management-Systems geschaffen und eine klare, priorisierte Grundlage für dessen Weiterentwicklung gelegt.
Die Umsetzung der identifizierten Maßnahmen führte zu einer signifikanten Professionalisierung des Asset Managements, insbesondere durch die Einführung belastbarer Bewertungs- und Entscheidungslogiken sowie konsistenter Steuerungsmechanismen und -tools.

Zudem wurde die Fähigkeit des Unternehmens gestärkt, regulatorische und normative Anforderungen systematisch zu berücksichtigen, Risiken und Chancen strukturiert in Entscheidungen einzubeziehen und die Steuerung von Assets über den gesamten Lebenszyklus hinweg effizienter und nachvollziehbarer zu gestalten.

Darüber hinaus wurde eine Grundlage für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Asset-Management-Systems geschaffen und die Organisation befähigt, zukünftige Anforderungen eigenständig zu adressieren.

„Ein Asset Management System ist kein Prozessmodell, sondern die Grundlage für bessere Entscheidungen über Milliardeninvestitionen“

- Projektleitung