Strategische IT-Positionierung in der Mobilität

Strategische IT-Positionierung in der Mobilität

Der Aufbruch in die Digitalisierung der Mobilität

Für ÖPNV-Unternehmen bieten sich eine Reihe von Chancen und Gelegenheiten, neue Produkte und Dienstleistungen im Kontext der Digitalisierung zu entwickeln. Die Ausrichtung und Fokussierung der Unternehmensstrategie auf verschiedene Treiber sollte im Einklang mit einer entsprechenden IT-Strategie stehen.

Entwicklung zu Smart Cities

Städte und Kommunen verfolgen die Absicht, sich zu Smart Cities weiterzuentwickeln. Der damit implizite Aspekt der urbanen Mobilität – auch Smart Mobility genannt – ist an die Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs adressiert. Von ihren Stakeholdern beauftragt, sollen sie sich mit den Möglichkeiten der Digitalisierung befassen.

Die Verkehrsbelastung von Städten wie Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und vielen weiteren größeren Städten ist immens. Einerseits stößt ein weiterer Ausbau der Straßeninfrastruktur durch mangelndes Raumangebot in den Ballungszentren an seine Grenzen und ist ebenso wie der laufende Betrieb und die Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur durch knappe Haushaltsbudgets limitiert. Andererseits gelten die negativen Umwelteinflüsse des individuellen Personenverkehrs durch Luft- und Schallemissionen langfristig als nicht mehr tragbar. Einzelne Städte wie z. B. Stuttgart haben erste Fahrverbote für Kraftwagen mit bestimmten Antriebsmotoren ausgesprochen, weitere Städte ziehen dies in Erwägung.

Wandel in der Form der Mobilität

Die Vorzüge des mobilisierten Individualverkehrs sind ein Grund dafür gewesen, warum insbesondere der Pkw-Verkehr einen großen Stellenwert besitzt. Die Nachfrage nach einer nahezu unbeschränkten und unbegrenzten Mobilität wurde und wird als Grundfreiheit und Bestandteil einer persönlichen Lebensqualität verstanden. Dennoch hat das Auto als Statussymbol in den jüngeren und jung gebliebenen Generationen deutlich an Wert verloren. Die Nachfrage nach der uneingeschränkten Mobilität kann heute durch substituierende Angebote des Carsharings, Shuttle-on-Demand-Services oder den öffentlichen Nahverkehrsunternehmen sowie Kombinationen mehrerer Verkehrsträger – Stichwort Multimodalität – bedient werden.

Neben der Art des Reisens ändert sich aber auch die Form des Reisens. Ein weiterer Aspekt im Empfinden einer hohen Lebensqualität ist die permanente Verfügbarkeit von Daten und Informationen. Darunter kann man einerseits das Vorhandensein von leistungsstarken Kommunikationsnetzen in Fahrzeugen und Haltestellen verstehen, andererseits eine Real-Time-Versorgung mit Infotainment.

Einsatz neuer Technologien

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat die Vision verkündet, bis 2025 die Omnibusflotten der Nahverkehrsunternehmen autonom mit Elektroantrieben umzurüsten. Ungeachtet der finanziellen Dimension ist dieses Vorhaben aufgrund seiner technologischen Herausforderungen in seinen Effekten für die ÖPNV-Branche ähnlich vergleichbar mit den Auswirkungen der Energiewende für die Energiebranche. Aus ersten Gesprächen mit Vertretern der Branche bedeutet dies neben Neuanschaffungen oder Umrüstungen im Transportmittelbereich auch deutliche Anpassungen im Infrastrukturbereich, hierzu vor allem im Aufbau eines Ladesäulennetzes sowie der Konzeption eines effektiven Ladestellenmanagements.

Ausrichtung der IT

Die sich historisch, zum Großteil fragmentiert entwickelte IT im ÖPNV, wird zukünftig verstärkt aus den zuvor aufgeführten Richtungen getrieben. Dies stellt IT-Organisationen in den ÖPNV-Unternehmen vor große Herausforderungen. Um diese zu meistern, ist in vielen Fällen eine Neuausrichtung der IT notwendig. Auf Kernfragen der Weiterentwicklung sollten Antworten und Lösungen erarbeitet werden, um den Herausforderungen der Digitalisierung begegnen zu können.

Abb.: Weiterentwicklung der IT

Unser Vorgehen

  • Schaffung eines Überblicks über die diversen Aktivitäten im Mobilitätsbereich (z.B. ePricing, eTicketing, Share Economy, Etablierung digitaler Plattformen, Auswertung von Kundenverhalten, Autonomes Fahren, Digitalisierung in der Verkehrssteuerung, …)
  • Erhebung, Konsolidierung, Einordnung und Bewertung der aktuellen Situation des Unternehmens
  • Durchführung einer handlungsorientierten Reifegradanalyse (Cobit-basiert)
  • Formulierung einer vom Business getriebenen IT-Strategie
  • Ausrichtung der IT-Organisation auf die strategischen Ziele

Erarbeitung einer geschäftsgetriebenen IT-Strategie

16.01.2017

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Ganzheitliche Standortbestimmung der IT

12.01.2016

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Aufbau der IT-Governance und Optimierung des Kostenmanagements

12.08.2015

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Ansprechpartner

Achim Zeiner, Senior Manager

Achim Zeiner
Senior Manager

+49 (0)170 8785015
Achim.Zeiner@plenum.de

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