Smart-Meter-Rollout

Rollout-Steuerung für grundzuständige MSB

Quote erfüllt. Nachweis auch?

Die Rollout-Quoten nach § 45 MsbG gelten je Messstellenbetreiber, nicht im Marktdurchschnitt. Bundesweit wurden die 20 Prozent zum 31.12.2025 erreicht, einzelne gMSB blieben deutlich zurück: Die Bundesnetzagentur eröffnete im März 2026 77 Aufsichtsverfahren. Der Engpass liegt selten am Gerät, sondern bei Ressourcen, Stammdatenqualität, Marktkommunikation und Dienstleistersteuerung. plenum steuert Rollout-Programme PMO-geführt: vom Quoten- und Risiko-Check bis zur Nachweisführung.

Warum ein strukturierter Smart-Meter-Rollout?

Ein Rollout-Programm, das die Quote nach §45 MsbG erreicht und den Fortschritt gegenüber der Bundesnetzagentur jederzeit nachweisbar macht.

Quote

Rollout-Fortschritt transparent steuern und die Quote nach §45 MsbG absichern.

Rechtssicherheit

Regulatorische Risiken und drohende Aufsichtsverfahren systematisch reduzieren.

Steuerbarkeit

Komplexe Rollout-Programme durch klare Governance und belastbare Entscheidungsgrundlagen beherrschbar machen.

Effizienz

Ressourcen, Dienstleister und Umsetzungsmaßnahmen gezielt koordinieren.

Der Quotenfahrplan nach §45 MsbG

Die erste Stufe nach §45 MsbG lag bei 20 Prozent zum 31.12.2025. Bundesweit wurde sie erfüllt, viele Betreiber einzeln nicht: Unternehmen unter 30.000 Messlokationen kamen im Schnitt auf 14,6 Prozent. Die nächsten Stufen sind deutlich ambitionierter. Wer den Rückstand jetzt nicht strukturiert aufholt, verschiebt ihn in eine Stufe mit größerem Delta und kürzerer Frist.

Typische Einsatzfelder

Die Lösung eignet sich für unterschiedliche Organisationen entlang der Smart-Meter-Wertschöpfungskette.

Grundzuständige MSB

Sicherung von Rollout-Quoten und regulatorischer Nachweisfähigkeit.

Kleine und mittlere MSB

Aufholen des Quotenrückstands bei begrenzten eigenen Ressourcen.

Netzbetreiber

Steuerung komplexer Rollout-Programme über mehrere Organisationseinheiten.

Stadtwerke

Verzahnung von Messwesen, IT, Marktkommunikation und Dienstleistern.

Unser Angebot

Der Einstieg erfolgt über einen Quoten- und Risiko-Check: Wo stehen Sie, welche Lücken sind kritisch, was ist sofort zu tun? Darauf folgen Roadmap und Programmsteuerung, die Stabilisierung von Prozessen und Systemen sowie die Nachweisführung gegenüber der Bundesnetzagentur. Ergebnis ist ein steuerbares Programm mit klaren Verantwortlichkeiten.

Analyse des aktuellen Rollout-Stands; Bewertung regulatorischer Risiken; Identifikation kritischer Handlungsfelder; priorisierte Sofortmaßnahmen.

Aufbau eines belastbaren Umsetzungsplans; Ressourcen- und Kapazitätsplanung; Make-or-Buy-Bewertung; Programmsteuerung.

Marktkommunikation optimieren; Stammdatenqualität verbessern; Geräte- und Zählpunktprozesse stabilisieren; SAP S/4HANA Utilities unterstützen.

KPI- und Fortschrittsmonitoring; Management-Dashboards; prüfungsfeste Dokumentation; regulatorische Nachweise.

Rollen und Governance; Stakeholdermanagement; Wissensaufbau; Etablierung nachhaltiger Steuerungsstrukturen.

Unsere Projekterfahrung

Wir verfügen über umfassende Erfahrung in der Weiterentwicklung von Asset Management Systemen nach ISO 55001 sowie in der Ausgestaltung von Instandhaltungs- und Betriebsführungsstrategien.
Dabei verbinden wir strategische Zielbilder mit klaren Entscheidungslogiken und verankern diese wirksam in Organisation, Prozessen und IT‑Systemen.

FAQ

Welche Rollout-Quoten gelten für Messstellenbetreiber?

§ 45 MsbG verpflichtet grundzuständige Messstellenbetreiber zu verbindlichen Rollout-Quoten bei den Pflichteinbaufällen. Stufe eins waren 20 Prozent zum 31.12.2025; bundesweit erreichten die gMSB laut Bundesnetzagentur 23,3 Prozent. Die nächsten Stufen liegen bei 50 Prozent (2028) und 95 Prozent (2030). Entscheidend: Die Quote gilt je Messstellenbetreiber. Wer im Marktaggregat erfüllt, ist individuell nicht entlastet.

Was passiert bei verfehlter Rolloutquote?

Die Bundesnetzagentur überwacht die Quotenerfüllung je Messstellenbetreiber und leitet bei Rückstand Aufsichtsverfahren ein. Am 27. März 2026 eröffnete sie 77 Verfahren gegen säumige Betreiber, obwohl die 20-Prozent-Quote im bundesweiten Aggregat erfüllt war. Betroffen sind vor allem kleinere und mittlere gMSB: Betreiber unter 30.000 Messlokationen lagen im Schnitt bei 14,6 Prozent. Entscheidend ist die belastbare Nachweisführung gegenüber der Behörde.

Sind alle Zähler betroffen?

Nein. Eine iMSys-Pflicht besteht nur für die Pflichteinbaufälle nach § 29 MsbG: Letztverbraucher mit 6.000 bis 100.000 kWh Jahresverbrauch, steuerbare Verbrauchseinrichtungen nach § 14a EnWG sowie Erzeugungsanlagen über 7 kW. Das sind rund 1,7 Millionen der etwa 56,5 Millionen Messlokationen. Daher die zwei Quoten, die oft vermischt werden: 23,3 Prozent beziehen sich auf die Pflichtfälle, 5,5 Prozent auf alle Messlokationen.

Woran scheitern Rollout-Programme typischerweise?

Selten an der Technik allein. Typisch sind Ressourcen- und Kapazitätsengpässe, unzureichende Stammdatenqualität, Reibung in der Marktkommunikation und schwer steuerbare Dienstleister. Die Quotendaten stützen das: Betreiber unter 30.000 Messlokationen erreichten im Schnitt 14,6 Prozent, mittlere 17,5 Prozent, während einzelne große Netzbetreiber über 45 Prozent liegen. Der Engpass liegt damit häufiger in der Programmsteuerung als in der Gerätebeschaffung.   

Welche Systeme sind relevant?

Je nach Ausgangssituation SAP S/4HANA Utilities, Geräteverwaltung, Marktkommunikation sowie Stammdaten- und Reporting-Systeme. Kritisch ist weniger die Einzelanwendung als ihr Zusammenspiel: Geräte- und Zählpunktprozesse, Stammdatenqualität und Marktkommunikation müssen gemeinsam tragen, sonst bricht der Rollout an den Schnittstellen. Die Reporting-Struktur entscheidet darüber, ob Fortschritt gegenüber der Bundesnetzagentur nachweisbar ist.