
Treiber für ein CO₂-zertifikatemanagement.
Ab 2027 wird das neue Gesetz in Europa in Kraft treten, das CO₂-Emissionen aus Gebäuden, Straßenverkehr und Industrieanlagen unterhalb der ETS 1-Grenze (thermische Gesamtleistung > 20 MW) erstmals in ein europäisches Emissionshandelssystem einbindet. Lieferanten von Brennstoffen müssen für den CO₂-Ausstoß, wie auch im derzeitigen nationalen Emissionshandel (nEHS), Zertifikate erwerben, deren Kosten meist an Verbraucher weitergegeben werden.
Die relevanten Unterschiede zum nEHS sind verkürzte Fristen für die Berichterstattung und die freie Marktpreisbildung. Mit dem ETS 2 wird der Emissionsbericht drei und die Abgabe der Zertifikate vier Monate vorher fällig. Die Preise für CO₂-Zertifikate, die im Jahr 2025 fest sind und im Jahr 2026 in einen Preiskorridor übergehen, werden ab dem Jahr 2027 durch ein kontinuierlich sinkendes Angebot an CO₂-Zertifikaten und die konkrete Nachfrage bestimmt werden und sind damit nicht ausreichend vorhersehbar.

Um Risiken zu minimieren und Chancen gezielt zu nutzen, müssen Energieversorgungsunternehmen (EVUs) bereits heute aktiv werden.
Unsere Projekterfahrungen zeigen: Es sind vier zentrale Handlungsfelder, die über den Erfolg zukünftiger Vertragsabschlüsse entscheiden. Diese Felder greifen ineinander wie Puzzleteile und bilden gemeinsam die Grundlage für eine strategisch fundierte, rechtssichere und technisch umsetzbare Vertragsgestaltung.

Ein erfolgreiches CO₂-Zertifikatemanagement im Rahmen des EU-ETS 2 erfordert ein ganzheitliches Verständnis der Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette eines EVU, um den ansteigenden Kredit- und Marktrisiken zu begegnen. Bereits bei der Bearbeitung von Kundenanfragen müssen die Weichen für eine zielgerichtete, aufwandsoptimierte und risikoarme Prozessabwicklung bis hin zur finalen Abrechnung gestellt werden.
Dies gelingt nur, wenn alle relevanten prozessbestimmenden Faktoren – wie etwa die Energiesteuerpflicht oder das zugrunde liegende Compliance-System – frühzeitig identifiziert werden. Bei der Identifikation der Auswirkungen sind Kompetenzen aus verschiedenen Unternehmensbereichen erforderlich. Insbesondere beim CO₂-Produktdesign ist ein interdisziplinärer Ansatz essenziell, da viele Entscheidungen direkte prozessuale Auswirkungen haben und eng aufeinander abgestimmt sein müssen.
Damit die gesetzlichen Anforderungen durch das EVU erfüllbar sind und wirtschaftliche Risiken minimiert bis ausgeschlossen werden, sind nachfolgende Aspekte erfolgsentscheidend:
End-to End-Sicht auf die Prozesse sicherstellen – Anfrage bis Vertragsbeendigung
Projekt interdisziplinär besetzen: Vertrieb, Produktentwicklung, Recht, Nachhaltigkeit, Beschaffung, IT, Controlling
Kunden und korrespondierende Liefermengen im Hinblick auf Energiesteuerpflicht und Compliance-System klassifizieren
Notwendigkeit der differenzierten Behandlung von RLM- und SLP-Lieferstellen eruieren
Emissionstracking & Berichterstattung: Zuverlässige Datenerhebungs- und Meldestrukturen aufbauen
Produktdesign & Vertragsgestaltung: Standardisierte, rechtssichere CO₂-Produkte/ -Verträge entwickeln
Beschaffungs- & Abrechnungsprozesse: Zertifikate in bestehende Beschaffungs- und Abrechnungssysteme integrieren
Kontrollsystem: Interne Kontrollmechanismen zur Sicherstellung der Compliance etablieren
IT-Umsetzung: Digitale Abbildung und Automatisierung der Prozesse in geeigneten IT-Lösungen.
Die Herausforderungen der Energiewirtschaft sind komplex und erfordern erfahrene Partner, die Prozesse nicht nur verstehen, sondern aktiv gestalten. Mit über 35 Jahren Projekterfahrung bringt plenum tiefgreifendes Know-how in energiewirtschaftlichen, regulatorischen und IT-nahen Themen ein.
Ob bei der Konzeption von Lieferverträgen, der Entwicklung CO₂-relevanter Produkte oder der Einbindung aller relevanten Stakeholder: plenum begleitet Sie ganzheitlich – von der strategischen Planung bis zur operativen Umsetzung. Dabei stehen Compliance, Effizienz und Qualität stets im Fokus.

EU-ETS 2 im B2B-Geschäft
Lassen Sie uns gemeinsam Ihre ETS 2-Konformität sicherstellen!