Auf in die Umsetzung: starten Sie jetzt ihr Information Governance Projekt

01.10.2024

Wie führe ich Information Governance erfolgreich in meinem Unternehmen ein und wie kann der Leitfaden zur effektiven Risikodatenaggregation und Risikoberichterstattung der EZB dabei unterstützen? In dieser siebenteiligen Blogreihe werden wir auf diese Fragen Antworten finden.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, das Vorgehen festgelegt und alle relevanten Informationen zusammengetragen. Nun gilt es, mit der Umsetzung zu beginnen. Warten wir also nicht länger, sondern starten wir durch!

Was so einfach klingt, ist für viele Institute auch heute noch eine Herausforderung. Es werden zwar Projekte gestartet, diese werden jedoch nicht nachhaltig umgesetzt und etabliert. Information Governance wird nach wie vor als regulatorische Notwendigkeit gesehen, die Vorteile und Chancen einer robusten Information Governance werden jedoch deutlich unterschätzt. Die BCBS 239 wurden bereits vor zehn Jahren veröffentlicht. Die Umsetzung hätte bereits 2016 für die G-SIBs und 2019 für die D-SIBs erfolgen sollen. Bis heute zeigen sich die Versäumnisse und Defizite der Umsetzungsprojekte. Knappe Projektbudgets führten zur Umsetzung sogenannter Mindestanforderungen, die nach heutigem Erfahrungsstand in der aktuellen Datenlandschaft der Institute nicht mehr ausreichend sind. Der technologische Fortschritt und die steigende Nachfrage nach Wissen und Expertise erfordern effektive und umfassende „Fit-Making“-Ansätze.

Dies war auch für die EZB einer der Anlässe, den Leitfaden zu erstellen. Dementsprechend widmet die EZB das letzte Handlungsfeld des Konsultationsentwurfs dem Thema „Wirksame Umsetzungsprogramme“. Die Institute werden aufgefordert, Umsetzungsmaßnahmen zu ergreifen, wenn die Anforderungen noch nicht oder nicht vollständig umgesetzt wurden. Damit sollen Lücken oder Schwachstellen, die z.B. im Rahmen von Prüfungen aufgedeckt wurden, geschlossen werden. Dabei sind mögliche Auswirkungen auf

  • interne Modelle
  • Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen der Integration von Risikodaten und der Integration von Finanzberichterstattungs-Rahmenwerken sowie
  • allgemeinen Geschäfts- und IKT-Strategien

zu berücksichtigen. Die Implementierungsprogramme sollten durch ein angemessenes Projektmanagement und angemessene materielle, finanzielle und personelle Ressourcen unterstützt werden. Die Verantwortung hierfür sollte beim Leitungsorgan liegen, das regelmäßig über den Fortschritt informiert werden sollte, um möglichen Verzögerungen durch sofortige Reaktion entgegenwirken zu können.

Was bedeutet das wiederum für die Institute? Die EZB betont, dass die Anforderungen der BCBS 239 weiterhin Bestand haben werden und der Leitfaden nicht bedeutet, dass die Zeit zurückgedreht wird und entsprechende Umsetzungsprojekte nicht vorangetrieben werden sollten. Ganz im Gegenteil: Die Zeit drängt und unsere Projektarbeit beweist dies tagtäglich. Warten ist hoch riskant, insbesondere im Hinblick auf den flexiblen Umgang mit Veränderungen und den ständig wachsenden datenbezogenen Anforderungen.

Um Information Governance zu implementieren und auch kontinuierlich weiterzuentwickeln, ist ein vernetzter und ganzheitlicher Ansatz unerlässlich. In den vorangegangenen Teilen unseres Blogs, haben wir verschiedene Handlungsfelder und deren Nutzenpotenziale aufgezeigt Diese „[…] liefern klare Argumente dafür, dass die Finanzinstitute die notwendigen Schritte dringend unternehmen müssen, um sich fit für die Zukunft aufzustellen.“ (Parrino, et al., 2022)

Wir verfügen über umfangreiche Erfahrung, um Sie auf dem Weg zu Ihrer Information Governance zu unterstützen. Unsere Referenzen reichen von der ersten Bestandsaufnahme durch Vorstudien bis hin zur erfolgreichen Umsetzung Ihrer identifizierten „Themenfelder“.

Machen Sie sich mit uns auf den Weg zur Information Governance, um auch für Ihr Unternehmen täglichen Mehrwert aus Ihren Daten zu generieren.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie sich mit uns austauschen möchten, besuchen Sie unsere Website Information Governance – RFC Professionals, ein Unternehmen der plenum Gruppe.

Autorenteam:

Sabine Parrino, Anna Burkhardt und Torsten Lindlahr